Archiv für Dezember 2008

Out Of Area – Sinsheim, Weinheim und Hepprum

Es folgen: Bilder aus Sinsheim, Weinheim und Hepprum. Irgendwo in der baden-württembergischen Provinz.

Schöne Aufkleber haben sie aber.

Vorsicht, Extremisten!

Während alle Welt über die kommende Rezession spricht, ist im kleinen Mandelbachtal die Welt noch in Ordnung. Die Straßen sind sauber, der Kreistag in fester Hand der CDU. Dies scheint manchen Zeitgenossen aber nicht zu reichen. So macht sich z. B. Daniel Kempf, Chef der CDU Mandelbachtal große Sorgen um die Jugend im Saarpfalz-Kreis. Ihn stört aber weniger das miese Bildungssystem, die nicht vorhandenen Ausbildungsplätze oder Freizeitangebote. Ihn stören Aufkleber.

Konkret bemängelt er in seinem ausführlichen, 13-seitigen Bericht (mit Bildern!) an das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises das „extremistische und gewaltbereite Organisationen“ in den Jugendzentren Homburg und St. Ingbert „um neue Mitglieder werben“. Hier ein Auszug aus seiner PM zum Thema:

In beiden Zentren und sogar auf der offiziellen Homepage des AJZ Homburg werde für die Antifa geworben. Diese Gruppe wird als „linksextremistisch“ eingestuft und durch die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern beobachtet. Ihr „Antifaschismus“ richtet sich nur vordergründig auf die Bekämpfung rechtsextremistischer Strukturen. Eigentliche Stoßrichtung ist die freiheitliche demokratische Grundordnung.
In St. Ingbert wirbt die „Rote Hilfe“ mit Aufklebern um neue Mitglieder. „Dieser Verein verharmlost die Taten der RAF-Terroristen, setzt sich für deren Begnadigung ein und lobt öffentlich die Uneinsichtigkeit und fehlende Reue bei dem wegen neunfachen Mordes verurteilten Christian Klar.“ Daniel Kempf kritisiert den unkritischen Umgang mit extremistischer Gewalt, so wurde beispielsweise eine „Chaostageparty“ ausgerichtet. Bei den Straßenschlachten der „Chaostage“ wurden 1995 über 400 Menschen verletzt und es entstand Sachschaden in Millionenhöhe. Das sei kein Anlass um Feste zu feiern. Eine anarchistische Gruppe die derzeit im Saarland Fuß fassen will, war im St. Ingberter JUZ aktiv.

Genau dies war auch Thema eines BILD Saarland-Artikels vor ein paar Tagen, auf Seite 3 mit großem Bild des „besorgten Politikers“. Reaktion auf das Schreiben des CDU´lers war übrigens die Kürzung der Gelder für´s JUZ St. Ingbert um 2000 Euro.

Na ja, wie auch immer. Dies haben sich JUZ´ler aus St. Ingbert auch gleich als Ansporn genommen weiteren Extremismus in IGB zu suchen und konsequent darüber aufzuklären.

Nach dem unserer Meinung nach extrem überzogenen Aufruhr den paar extrem kleine Aufkleber im Jugendzentrum verursacht haben mussten wir extrem entsetzt feststellen das selbige und ähnliche überall in der Stadt aufzufinden sind. Sind das extrem eindeutige Hinweise auf extremistische Umtriebe in der Stadt St. Ingbert? Und ist das zeigen eines Chaostage Films wirklich extrem jugendgefährdend?

Den extrem wachsamen Augen des CDU-Extremismus-Experten ist dieser extreme Aufkleber auf einem Bildzeitungsautomat (siehe Beweisfoto 1) leider entgangen. Herrn Kempf zu folge wäre dies als Zeichen extremistischer Aktivitäten in den Kreisen eines bestimmten Boulevardblattes zu deuten.

Beweisfoto 1

Im Zuge unserer weiteren Recherchen konnte auch diese Straßenlaterne als linksextrem entlarvt werden (siehe Beweisfoto 2). Es wäre also im Interresse von Daniel Kempf zu prüfen ob es verantwortbar sei die Stadtwerke St. Ingbert weiterhin mit Steuergeldern zu fördern.

Beweisfoto 2

Sehr beunruhigend für das CDU-Kreistagsmitglied müsste auch die Tatsache sein das Firmen wie BMW und Coca Cola, die Hessische Filmförderung, die Saarland Polizei und sogar der Saarpfalz-Kreis selbst als Sponsoren des Chaostage Films agieren.

Sind auch sie Teil einer extremen Verschwörung zwischen Jugendzentren, Stadtwerken und Bildzeitung?

Quellen:

JUZ IGB
Extreme Biertrinker Mandelbachtal

Quer durch die Spektren

So so, Nasenabenteuer Saarbrücken an der Wand der Unteren Bauaufsichtsbehörde… hehe

Und die Boys mal wieder dabei.

Mal ne schöne farb-technische Abwechslung..

Von „der Fabrik“

Dito

Ebenfalls. Von dort werden demnächst noch ein paar Pics kommen.

Soli-Demo für Alexandros in Saarbrücken

Bei einer spontanen Demo zogen am frühen Abend des 11.12.2008 an die 30 Personen durch die Saarbrücker Innenstadt um ihre Solidarität mit den griechischen GenossInnen zu zeigen.

Vom Max-Ophüls-Platz zogen Demonstranten lautstark zum Saarbrücker Weihnachtsmarkt, auf welchem Flyer verteilt wurden. Kurzerhand nahmen sie die Bühne in Anspruch, um den Redebeitrag des Anarchist Black Cross Saar vorzutragen.
Nach ungefähr 15 Minuten gingen die solidarisierenden mit den Parolen „Kinderblut auf dem Asphalt – Bullen haben ihn abgeknallt“ und „Griechenland, das war Mord Solidarität an jedem Ort“ weiter durch die Fußgängerzone. Nach einiger Zeit tauchten zwei Polizisten auf, die nach der Anmeldung des Aufzuges, die Demonstranten nicht weiter aufhielten. Nach einer Abschlusskundgebung am Bahnhof löste sich die Demonstration auf.

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Text des Flyers:

Solidarität mit der sozialen Revolution in Griechenland!!!

Seit Samstag toben in ganz Griechenland die schwersten Ausschreitungen seit über 20 Jahren. Der Auslöser dieser, von zehntausenden Menschen mitgetragenen Revolte war der Mord an dem 15 jährigen Alexis Grigoropoulos durch die griechische Polizei. Während die bürgerlichen Medien erst nach drei Tagen unfreiwillig zugaben, dass es sich bei der Revolte „um mehr“ als nur die Wut über einen weiteren Polizeimord handelt, dürfte dies schon früher klar gewesen sein.
Die deutsche Journalistenelite scheint ihr Handwerk nur unzureichend gelernt haben oder streuen sie doch bewusst Desinformation ? Um was handelt es sich also, fragen wir uns. Der Mord an Alexis Grigoropoulos stellt einen erneuten Höhepunkt der staatlichen Repression gegenüber denjenigen dar, die unter der Ungerechtigkeit des aktuellen Gesellschaftsproblem zu leiden haben. Die Tränen über de Tod von Alexis haben das Fass, welches von der kapitalistischen Realität jeden Tag immer mehr gefüllt wird ein weiteres Mal zum überlaufen gebracht . Es sei an die Ausschreitungen in den Vororten französischer Städte (darunter auch Forbach!) im Herbst 2005 erinnert.
Der von den Medien in Vertretung der Staatsdoktrin verbreitete, scheinbar bestehende soziale Friede im „besten aller Systeme“, dem Kapitalismus, ist nicht existent! Wo Ungerechtigkeit herrscht kann Frieden nicht existieren! Was in Griechenland passiert, ist nur der sichtbare Teil des Widerstandes gegen den täglichen Krieg, der gegen die arbeitende Klasse, zu der Schüler und Studenten genauso wie Rentner, Arbeitslos und alle, die nur ihre Arbeitskraft zu verkaufen haben, gehören, geführt wird. Alexis starb, weil er sich gegen diese Ungerechtigkeit aufgelehnt hat. Scheinbar sah die griechische Staatsmacht keinen anderen Ausweg mehr als die rohe Gewalt, diesmal auch Mord.
Was der Staatsmacht noch so einfällt um ihr System zu verteidigen können wir nun in Griechenland sehen. Aus ganz Griechenland werden neofaschistische Verbände herangekarrt um gemeinsam mit der Polizei und bald vermutlich auch dem Militär den Aufstand niederzuschlagen. Aus den Augenzeugenberichten (alexisg.blogsport.de), die die, sich an der Wahrheit vergehenden „Mainstream“-Medien großzügig ignorieren, erkennt man das Ausmaß der Menschenjagd die in diesem Moment von Seiten der Polizei und Faschisten durchgeführt wird. Wie so oft in der Geschichte verbündet sich die herrschende klasse ein weiteres Mal mit den Faschisten um ihr ausbeuterisches System zu erhalten!
Im Gegensatz zu der Revolte in den französischen Vororten 2005 scheint sich diese Aufstandsbewegung nicht mit den, von Regierung und „Experten“ ausgegebenen Almosenversprechen (Schlagworte wie „Integration“, „Sozialarbeit“, etc.) zufrieden zu geben. Was die „Reformen“, die die französische Regierung nach der Herbstrevolte unternommen hat waren, kann man heute sehen: Tausende Bullen, noch mehr Repression und keinerlei Veränderung an der herrschenden Ungerechtigkeit gegenüber den Betroffenen. Die griechischen Aufständischen scheinen verstanden zu haben: Das Problem liegt nicht im System, das Problem ist das System.
Gestern, Mittwoch dem 10.12.2008, gab es einen weiteren Generalstreik in Griechenland. Mehrere gab es schon in den letzen Monaten. Das von den Medien verbreitete Märchen, es handle sich bei den Revoltierenden um „ junge Leute, Schüler und Studenten“ stimmt also nicht. Der Grossteil der griechischen Bevölkerung steht hinter dem Aufstand. Ein weiteres Märchen, jenes dass die „Krawallmacher“ „alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt“ scheint ebenfalls widerlegt. Laut Augenzeugenberichten handelt es sich um Zivilpolizei und faschistische Schlägertrupps, die „kleine Läden“ und „Rentner“ attackieren. Sieht man die Aktionen der deutschen Polizei beim G8 Gipfel in Rostock, als als „autonome“ verkleidete Zivilpolizisten Steine auf Polizeihundertschaften warfen um Ausschreitungen zu provozieren , dann ist klar, zu was eine Staatsmacht fähig ist, wenn es wirklich brennt.
Der Aufstand geht weiter auch wenn die hiesigen Medien so tun als ob er langsam zu Ende gehen würde oder ihn einfach komplett ignorieren. Eine Gesellschaft in der Liebe kein banales, verkitschtes Wort aus der ARD Vorabendserie mehr ist, eine Gesellschaft in der alle dieselben Rechte, dieselben Bedingungen, dieselben Möglichkeiten haben! Eine Gesellschaft in der Gleichheit Realität ist und nicht nur ein Geschwafel von irgendeinem Grundgesetz!!! Eine Gesellschaft der Freundschaft, der Solidarität, der Brüderlichkeit, eine Gesellschaft ohne Herrscher, ohne Ausbeuter, eine Gesellschaft in der der Mensch selbstbestimmt ist und nicht nur das Schäfchen irgendeines Gottes, irgendeines Chefs oder irgendwelcher Vorsteher!

SOLIDARITÄT MIT DEN SOZIALEN REVOLTEN IN ALLER WELT!!!

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Redebeitrag des Anarchist Black Cross Saar:

Wir, das Anarchist Black Cross Saar, solidarisieren uns mit den Menschen in Griechenland, welche ihrer Ohnmacht, Wut und Trauer über den Mord eines Polizisten an dem 15-Jährigem Alexis Grigoropoulos auf die Strasse tragen. Die hierzulande von den Medien als unpolitisch deklarierten Ausschreitungen sind lediglich die Oberfläche eines über Jahrzehnte schwellenden sozialen Konfliktes. Mit Ende des zweiten Weltkrieges wurden die NS-Kollaborationsverbände von britischen Truppen wieder bewaffnet um sich gegen die erstarkende Arbeiterbewegung durchzusetzen und somit zwangsweise ein neoliberales Regime einzuführen.
Nach Jahren unzähliger Korruptionsskandalen und einer immer stärker werdenden Bildungsmisere, war die einzige Antwort der Regierenden auf die sich verbreitenden sozialen Kämpfe die unverhältnismäßige Gewalt ihrer Schlägertrupps, die letzten Samstag nicht zum ersten mal mit dem Tod eines Jugendlichen ihren Höhepunkt erreicht hat. Das die Verantwortlichen überhaupt ins Blickfeld der Justiz gerieten, liegt wohl an den zahlreichen Protesten, welche auch großen Rückhalt in der Bevölkerung genießen. So führt die uneingeschränkte Anerkennung des staatlichen Gewaltmonopols zu zahlreichen Todesopfern auch hierzulande. Erst kürzlich wurden zwei Polizeibeamte in Dessau\Rossau aus Mangeln an Beweisen freigesprochen nachdem sie im Jahre 2005 einen Menschen in einer Ausnüchterungszelle verbrennen ließen.
Auf die zunehmenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme, die sich durch den globalisierten Kapitalismus für den Großteil der Menschen ergeben, reagieren die Herrschenden mit dem Ausbau ihres Reppressionsapperates und dem schüren von religiösen, nationalen und völkischen Fanatismen. Unsre Antwort heißt Widerstand. Unsre Waffe ist die grenzenlose Solidarität!

Quelle: Indymedia

Some tags at the evening

Und weil´s dieser Tage wieder ganz besonders passt: ACAB

Saarbrücker Straßen

Ein kleines Video über Streetart/Graffiti in Saarbrücken, unterlegt mit guter Musik… viel Spaß!




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