Archiv für Januar 2009

Still not loving police

Aufgrund anhaltener Schlechtwetterfrontaussichten an allen Enden und weiter eskalierender sozialer Unruhen in den Banlieus von Berlin, Hamburg, Köln, Freiburg, Saarbrücken, Sylt ( BLÖD titelte „Finanztsunami: Selbstmordwelle über Sylt“) und Neuschwanstein hat die Bundesregierung ihren Rücktritt erklärt. Ex-Kanzlerin Merkel verfügte als letzte Amtshandlung die Verhängung des Notstands über sog. „Infizierte Gebiete“. Ob der rechte CDU-Flügel ruhig halten wird ist zur Stunde noch nicht klar. Gesichert sind aber aktuell laufende Gespräche zwischen Spitzen der Union und patriotischen Bolschewikenhassern. Derweil ist für die passende Atmosphäre gesorgt, wie folgende Bilder zeigen:

Szenen aus „La Haine“, dem Kultfilm zum Thema.

„Eine bedrängende Exkursion in das Leben der „Banlieue“ Vorstädte, in denen die Jugendlichen einer hoffnungslosen Zukunft entgegengehen. Die präzise Inszenierung analysiert schonungslos die soziale Zeitbombe und verdichtet dabei ihre zentralen Themen von Gewalt und ihren Folgen, Solidarität und Ohnmacht in eindringlichen Bildern.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Hass_(Film)

Schönen Tag noch.

Don´t believe the hype

Graffiti und Streetart waren von Anfang an als künstlerischer und demokratischer Gegenpol zur omnipräsenten Werbung gedacht. Warum sollte die Höhe des eigenen Kapitals über den Einfluss auf den öffentlichen Raum entscheiden?

Seit einigen Jahren schlägt die Werbung nun zurück, in Form sog. „Guerilla-Marketing“. Dabei handelt es sich um nichts anderes als PR, aber als Streetart getarnt. Hier zwei Beispiele..

Auf den Sticker-Bereich kam die Werbung zuerst im kleinen Format, d.h. im regionalen Rahmen als Reklame für z. B. kleinere Bands. Aber auch andere Kaliber ließen für Cash illegal kleben: K.I.Z. kündigte Hahnenkampf via Penis-Aufkleber an.

In Saarbrücken verschmutzt zurzeit Werbung für eine Party im „blau“ die Straßen. Gearbeitet wird unter dem Namen „We are your friends“, ganz underground ohne direkt erkennbare Werbeabsicht.

Wer sich also schon gefragt hat, wer sich hier als jedermenschs Freund ausgibt, dem sei gesagt: Don´t believe the hype, it´s just ad!

Zurück zu echter Streetart…

Stadt, Land, Bilder

Das Landleben hat schon so seine eigenen Seiten: Der Anteil an Dummdeutschen steigt meist proportional zur landwirtschaftlich genutzten Fläche, die in der Stadt „Nachtleben“ genannten Aktivitäten drehen sich auf dem flachen Land oftmals nur um´s primitive Sich-Wegballern, und an Dinge wie Kultur, Bildung oder Produktvielfalt (z. B. gerade was Streetart-Bedarf angeht) habe ich beim ganzen Land-Bashing noch gar nicht gedacht…

Allerdings: Wenige Menschen bedeuten auch weniger potentielle Aktiv-Bürger und Konkurrenten um schöne Plätze. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Bild vom Land, aus Blieskastell: Jedes Bild verdient eine 2. Chance.

Genug von Ackerbau und Viehzucht, wenden wir uns urbanen Highlights zu, und zwar ganz ohne dummes Gelaber meinerseits. Viel Spaß.

Kram und So

Kiel. An was denkt ihr? An Jever, an aufständische Matrosen und… dieses wunderschöne Bild, zu finden in Saarbrücken nahe der S-Bahnhaltestelle Hellwigstraße.

Aber auch Saarbrücken muss sich nicht verstecken, hier ein schönes Chrom-Bombing der nas in der Mainzer Straße.

Folgende Self-made Sticker sind seit einigen Wochen in der Stadt unterwegs…

Und hier nochmal, von irgendeinem blöden Arschloch „gecrossed“.. soviel zum Thema Vandalismus.

Die, Das, Der

Trotz eisigen Stalingrad-Wetters gelang es heute ein paar Landser Fotos zu schießen:

Ein schönes Stencil, gefunden im Nauwieser Viertel. Erinnert mich irgendwie an Circus, keinen Plan warum. Ob das Mehr an Farbe in Blickrichtung der Figur Absicht ist? Jedenfalls ne schöne Idee.

Hm. Was will uns der/die Urheber/in mit “ Die U.S.A – Krieg“ sagen? Ist das überhaupt von einer Person, oder wurde das „– Krieg“ ergänzt? Wenn ja, warum? Und warum belassen es die vermeintlich der deutschen Sprache Mächtigeren beim Verbessern des Artikels?
Wie auch immer, ein schönes Beispiel von Kommunikation via Wand mit viel Interpretationsspielraum. Und ein schönes Beispiel für (unfreiwillige ?) Subversion, denn wer käme hier noch auf die Idee das englische „Die U.S.A“ herauszulesen…

In der Kürze liegt die Würze… *höhö*

Die Polizei, dein Freund und Helfer…

Und noch ein „Einzelfall“: Oscar Grant, ein 22- Jähriger Amerikaner wurde in der Nacht auf den 1. Januar 2009 in Oakland von einem Bullen kaltblütig abgeknallt.

Dass ein junger Schwarzer von US-Cops erschossen wird, ist ja an sich nichts Ungewöhnliches. Besonders an diesem Fall sind allerdings die Umstände: Umringt von Dutzenden Menschen mit Handy-Kameras in einer U-Bahn-Station, wird dem gefesselten, unbewaffneten Oscar Grant ohne ersichtlichen Grund in den Rücken geschossen. Hier ein Bericht eines US-Senders, der Off-Sprecher kommentiert die Kamera-Aufnahmen eines Zeugen:

Trauer zu Wut!


Kalt. Viel zu kalt.

Das ist Deutschland. Morgen soll es laut wetter.com bis zu -10 ° C kalt werden. Zusammen mit dem dreckigen Wind sind wir dann bei gefühlten -15 ° C.

Was soll das? Was soll das bitte? Kann sich dieses scheiß Wetter nicht verpissen? Hier ist Saarbrücken, nicht Stalingrad. Und die 6. Armee hat´s auch schon zerissen.

Gefühlte -15° C, wie soll mensch da bitte vernünftige Aufnahmen machen? Bei gefühlten -15 ° C ist schon nach dem ersten Sticker Schicht im Schacht, an mehr oder weniger gezieltes Herumstreifen ist da nicht mal zu denken. So ein Scheiß!

Na ja. Ein paar Bilder waren trotzdem drin, Erfrierungen 2. Grades inklusive. Fick dich du scheiß Winter!

Vielen Dank für die Blumen!

Das ist mal wieder typisch. Schon ist mal ein paar Tage Urlaub angesagt, kracht es an allen Ecken. Aber dazu später mehr.

Im Nauwieser Viertel haben Hausbewohner auf die letztes Jahr im Herbst angebrachten Blumen auf dem Bürgersteig reagiert.

Zur Erinnerung: Diese Blumen waren im Oktober/November aufgetaucht.

Diverse Farben und Formen..

Und jetzt die Reaktion: Nice!

Eine der sympathischsten Reaktionen auf illegal angebrachte Farbe in Saarbrücken ever!




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