Squat Art | Luxemburg

Seit nun fast schon sechs Wochen haben Menschen aus Luxemburg ein Haus im Stadtteil Pfaffental in der Rue Mansfeld besetzt. Die in der Mehrheit jungen BesetzerInnen gingen diesen Schritt nicht nur um der eigenen Obdachlosigkeit zu entkommen, sondern auch um auf die große Wohnungsnot und die grassierende Immobilienspekulation im kleinen Großherzogtum Aufmerksam zu machen. Nach anfänglicher Schockstarre reagierten die Behörden mit einem Bullenkommando, welches die Stromversorgung zerstörte und die Personalien der Anwesenden aufnahm. Erst Proteste führten zu einem Gesprächstermin mit HausbesetzerInnen, Anwalt und Gemeindeverwaltung. Obwohl die luxemburgischen Genossen einen Dialog für möglich halten, wurde das Haus auf eventuelle weitere Angriffe vorbereitet. Was das einzige besetzte Haus Luxemburgs jetzt braucht, ist Solidarität: Schreibt darüber, redet darüber, informiert euch, fahrt hin, und das nicht nur wenn´s brenzlig wird.

Eine Solidaritätskolonne der Antinationalen Offensive Saar [ANO] war vor Ort, und hat krasse Bilder vom besetzten Haus mitgebracht. Eine Auswahl seht ihr gerade, den Rest gibts beim vandalismus.blogsport flickr-Stream.

Die erste Erklärung aus dem Squat findet ihr hier, Infos über den Bulleneinsatz und die nachfolgenden Proteste gibt´s bei indymedia. Für aktuelles einfach mal öfters auf antinationale.org vorbeischauen.

Für autonome Freiräume! Die Häusern denen, die darin wohnen!


12 Antworten auf “Squat Art | Luxemburg”


  1. 1 Cannalope Hazer 24. Juni 2009 um 8:50 Uhr

    Support the Squat „Kapitel2″!

    Das vor über einem Monat besetzte Haus „Kapitel2″ in Luxemburg/Pfaffenthal hält sich immer noch. Trotz Räumungsandrohung und zweifachem Bullenbesuch ist bis jetzt noch nichts passiert und die Leute arbeiten weiterhin am Haus. Nach einer ersten Soli-Kundgebung und einem Treffen mit der Gemeindeführung gibt es jedoch noch keine konkreten Verhandlungserfolge.
    Nachdem die Bullen bei ihrem ersten Besuch den Stromverteilerkasten zerstört hatten und das Wasser abgestellt hatten, sind sie nicht wieder auf das Gelände durchgedrungen. Sie haben das Haus noch zweimal besucht, sind aber jedes Mal vor der ersten Barrikade stehengeblieben und haben von dort aus versucht, Kontakt mit den BesetzerInnen aufzunehmen.
    Es gibt keine Anzeichen einer drohenden Räumung, obwohl diese der Gemeindeführung nach diese Woche stattfinden müsste. Mittlerweile ist auch klar, dass das Haus einer Immobiliengesellschaft gehört und 2 Wochen nach der Besetzung zum Verkauf freigestellt wurde, für den modischen Betrag von 1,2 Millionen Euro.

    Es gibt eine aktive UnterstützerInnengruppe. Die Barrikaden sind verfeinert worden, so dass es im Falle einer Räumung möglich sein sollte, das Haus wenigstens bis zum Eintreffen der UnterstützerInnen zu sichern. Die BesetzerInnen bekommen auch immer wieder Besuch von Menschen aus Luxemburg, aber auch aus Deutschland oder andern Ländern. Diese Art der Unterstützung sowie die vielen Solidaritätsbekundungen auch über Internet geben natürlich auch Kraft für die weitere Besetzung. Deshalb zögert nicht, „Kapitel2″ in Luxemburg/Stadt, Pfaffenthal zu besuchen! Gerade jetzt ist praktische Solidarität notwendig! Ausserdem stehen gerade in dem Viertel noch jede Menge Häuser leer…Der Kampf hat gerade erst begonnen!

    18.06.2009 16:27
    http://de.indymedia.org/2009/06/253881.shtml

    Greetings from A-Dam!

  2. 2 knes 02. Juli 2009 um 22:35 Uhr

    Da schlägt ja jedes Autonmenherz ein Tick höher. Man o man. was ne wucht. und a-no gleich vorne an der Front. Bieten die inzwischen auch Tagesreisen mit dem Schwerpunkt „Revolutionskitsch für Pseudorevoluzzer“ an? Kolonne hört sich so an, als sei da die Masse Scheinananarchisten angereist. Entdecken die ihr neues Zuhause?
    Gemeinschaftsgefühl des regressiven Kollektivs?

    Ich lese:
    „Erst kam von staatlichen Stellen keine Reaktion, dann wurde mit einem Polizeikommando reagiert,(…)“

    Provokation der Provokation willen? Oder was ist der Grund, dass die a-no über die späte Reaktion der Polizei mokiert?

    Auf indymedia lese ich was von Grundrecht auf Wohnen. bla bla bla. Welches Grundrecht eigentlich? Und werden diese
    - vorausgesetzt es handelt sich um ein Grundrecht-
    nicht selbstverständlich gewährt? Ist das nicht die Grundverpflichtung des Staates gegenüber seinen Bürgern, wenn es sich um ein Grundrech handelt? Ach stimmt. Anarchisten halten sich ja inzwischen für den verlängerten Arm für Grundrechte und nicht zu vergessen Menschenrechte. Anstatt mal eine Rechtskritik auf der Höhe der Zeit zu formulieren, übt man sich in der Expertenrolle für Grundrechtsangelegenheiten.

    In aussichtsreicheren Zeiten wurden hiesige Parolen gerufen:
    „Krieg den Hütten, Paläste für alle! “
    Oder:
    „Kommt raus aus dem Abrisshaus! Da drüben steht das Bonzenhaus“
    „Raus aus der Scheiße. Rein in den Luxus!“

    Das hätte bei all der Revolutionsromantik a la „Der Kampf hat gerade erst begonnen“ wenigstens Stil.

    Das hätte bei all der Revoluzzerscheiße von bürgerlichen Wohlstandskindern wenigstens Grips.

    Wie viele der „BesetzerInnen“ sind eigentlich aus der BürgerInnenschicht; wie viele kennen die tatsächliche Not der Unterschicht, des Subproletariats, und der tatsächlichen Obdachsuchenden Menschen und verfallen NICHT in diese Mitleidsscheiße;
    kann es nicht so sein, das diese Wohlstandskinder vielmehr ihrer Sozialisation im Wohlstandshaus/-milieu trotzen und ergo als Regressive gelten müssten?
    nach dem motto:
    man,hab ich ein schlechtes gewissen das ich im bürgerlichen Wohlstandshaushalt aufgewachsen bin. ich muss mein Gewissen beruhigen und vergammelte, abrissreife Häuser besetzen, containern, veganern, hungern, verzichten usw. Ich muss mich doch in die Lage der Bedürftigen versetzen und mein schlechtes Gewissen zu den Gewinnern dieser Kapitalkonstitution zu gehören (mit all den Folgen der materiellen Ungleichheiten) mildern.

    das würde mindestens erklären warum Häuser, die augenblicklich abgerissen gehören, „besetzt“ werden; warum die Verzichtsideologie diese ominösen Sekten dominiert.

    Für die Zukunft gilt doch eh:
    Vom Hausbesetzer zum Hausbesitzer. Der Übergang ist fliessend. Über die Gründe mag man spekulieren. Nachdenken. Inne werden.
    Doch gewiss ist:
    Wie wahr und doch so falsch all das ist!

    P.S: Ich rate dir in 20 Jahren eine Umfrage unter den „BesetzerInnen“ durchzuführen. Wie viele von denen werden wohl in ihr bürgerliches Leben als Ausgangspunkt der Regression zurückgekehrt sein? Wie lange ist die durchschnittliche Verweildauer eines „Revolluzers“?

  3. 3 knes 02. Juli 2009 um 22:46 Uhr

    kleiner Nachtrag:

    Um es pars pro toto zu sagen:

    wer „eat the rich“ meint outet sich als reaktionäres Scheißendreck.
    Wer anstatt den Reichtum einzufordern ihn verteufelt sollte als politischer Feind behandelt werden!

  4. 4 tee 03. Juli 2009 um 2:49 Uhr

    „eat the rich“ meint doch den reichtum einverleiben! :D

  5. 5 Administrator 06. Juli 2009 um 19:36 Uhr

    „Wer hirnlos sich zeigt, für den dient als Antwort, wenn man schweigt.“

    Abū l-Qāsem-e Ferdousī

  6. 6 knes 07. Juli 2009 um 1:07 Uhr

    Ist das jetzt die Transformation von „Man kann nicht nicht kommunizieren“ zu „Man kann nicht nicht schweigen“?

    Ich spare mir jetzt die komplette Aussagenlogik.

    Nur so viel:

    der Satz von Ferdousī ist unlogisch.
    Denn: Eine Aussage A kann nicht gleichzeitig wahr und falsch sein.
    Schweigen wollen und im Akt des Aussprechens des Satzes [ „Wer hirnlos sich zeigt, für den dient als Antwort, wenn man schweigt.“ ] explizit nicht schweigen – das geht nicht.
    Der Satz wäre erst dann logisch, wenn du tatsächlich schweigst und den Satz nicht aussprichst. Nur dann stünde der Satz nicht zur Diskussion; ich hätte keine Kenntnis davon bekommen, dass du einen hirnlosen Satz zitierst XD

    Beste Beispiele:
    1.
    “ Ein Kreter behauptet, dass alle Kreter lügen.“

    2.
    „Brian: Ihr habt das ganz falsch verstanden. Ihr braucht mir nicht zu folgen. Ihr braucht niemandem zu folgen! Ihr müsst selber denken! Ihr seid lauter Individuen“

    3.
    „Dieser Satz ist falsch.“

    4.
    „Ich sprach in meiner Bestürzung: Alle Menschen sind Lügner!“

    5.
    „Der nächste Satz ist falsch. Der vorhergehende Satz ist wahr“

    Lösung:
    1.
    Wie soll der eine Kreter in seiner Behauptung nicht lügen, wenn alle Kreter -und zu denen gehört der eine Kreter – lügen und sofern die Aussage des Kreters sich selbst aufhebt?

    2.
    Brian möchte, dass niemand ihm folgt. „Ihr braucht niemandem zu folgen“. Damit dieser Zustand jedoch eintritt, müsste die Menge ihm aber folgen. Wie soll die Menge also zugleich folgen und nicht folgen?

    3. (…)
    4. (…)
    5. (…)

    Alles weitere unter den Schlagwörtern:
    Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch; Lügner-Paradox;

    lg
    knes

  7. 7 Administrator 07. Juli 2009 um 16:40 Uhr

    Man man man, du scheinst echt zu viel Zeit zu haben.

    Deinen 12. Klasse-Philo-Stoff kannst du dir in die Haare schmieren, genauso wie diese blöden Pöbeleien im Beitrag vorher.

    Sachliche Diskussionen: Gerne.
    Von Profilierungssucht geprägtes geistiges Rumgekotze: Nein danke.

  8. 8 Jaja 12. Juli 2009 um 14:13 Uhr

    Da versucht der Knes wieder durch Verbalaggressionen sein kommunikativ eher dürftiges Leben etwas aufzufrischen.Ob du auf diesem Weg allerdings neue Kontakte knüpfen kannst bleibt fraglich.wenn man dich kennt wünscht man sich es jedenfalls nicht.Oder ist das hier jetzt deine eigene Art der Vergangenheitsbewältigung.Immerhin trifft das was du sagst am ehesten auf dich zu. Und mit dem Lügenscheiss kennst du dich ja aus.Bleibt abschliessend nur noch zu sagen:ich bin froh das ich nicht du bin.

  9. 9 knes 12. Juli 2009 um 16:18 Uhr

    aus welchem Kellerloch kommst du denn gekrochen, jaja?

    An so Gestalten wie dir kann auf hohem Level die Verkommenheit des nachbürgerlichen Subjekts studiert werden, dass lieber seine anonyme Internetidentität pflegt, anstatt auszupacken und den Mut zu fassen, aus sich selbst heraus eine Identität zu gewinnen; folglich also in der Lage ist offen mit seiner Identität auftreten zu können und sich nicht hinter anonymisierten Pseudonymen wie „jaja“ versteckt.
    Seis drum: „jaja“ ist in deinem Lebensquantum wohl zum allgemeinen Aquivalent verkommen, beliebig austauschbar und ersetzbar.
    Kritikfähigkeit zählt wohl nicht zu deinen Stärken, denn sonst hättest du eine Ahnung von Form- und Inhaltskritik und dem Verhältnis zueinander.

    Du qualifizierst dich eher für eine IM-Stelle; doch die Zeiten jener Nachfrage sind wohl vorbei, sodass du eher auf die Couch gehörst bei deinem Verfolgungswahn. Erzähl mal deinem Analytiker, welche Assoziationen und impliziten Projektionen dir bei dem Wort knes einfallen. Dann erst kannst du mitreden und was von Kommunikationsverhalten in dürftigen Zeiten erzählen.

  10. 10 Jaja 13. Juli 2009 um 13:44 Uhr

    Wie immer viel blabla mit wenig Sinn

  11. 11 Kotwort 14. Juli 2009 um 15:05 Uhr

    Und ich dachte, es zählen Inhalte, und keine Namen…

  12. 12 SouthNorthWestEastSide 15. Juli 2009 um 18:24 Uhr

    knes: wenn du dein wannabe-broder-gehabe zugunsten echter gesprächsbereitschaft ohne beleidigungen aufgeben würdest, könnte man ja mal über die „verkommenheit des nachbürgerlichen subjekts“ und diverse berechtigte kritikpunkte an der hausbesetzerbewegung sprechen….. aber so?

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