Solidarität muss praktisch werden…

Laut einem bei linksunten.indymedia.org veröffentlichten Bekennerschreiben des „Unterstützungskomitee Iranischer Widerstand“ wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Firma Siemens in Saarbrücken wegen ihrer Kollaboration mit dem iranischen Regime bei der Niederschlagung der Freiheitsbewegung im Iran angegriffen.

Wie die Saarbrücker Zeitung heute berichtet, warfen mit schwarzen Kapuzenpullovern bekleidete Unbekannte mehrere mit roter Farbe gefüllte Farbeier auf das Gebäude in der Scheidter Straße. In der der SZ-Redaktion per Mail zugesandten Erklärung rufen die Täter zur Teilnahme am bundesweiten Iran-Soli-Aktionstag 12. August 2009 auf.

Im Folgenden der Text des Bekennerschreibens:

Während die Menschen im Iran ihr Leben auf den Strassen Teherans und anderer Städte im Iran für die Freiheit geben, beliefern deutsche Firmen wie Nokia Siemens Networks, Mercedes-Benz & Dräger und viele andere die Islamische Regierung mit Nachrichtendienst- und Überwachungssystemen und elektrischen Knüppeln und Elektroschockgeräten um diese Bewegung niederzuschlagen.

Deshalb haben wir in der Nacht von Mittwoch, den 5.August 2009 auf Donnerstag die Firma Siemens in Saarbrücken attackiert.

Es gibt eine lange Liste der deutschen Firmen, die solche Technik dem islamischen Regime zur Verfügung gestellt haben. Dabei betätigt sich die Firma Siemens besonders empörend. Durch ihre Techniken gelingt es dem Regime, die Mobilfunkgeräte zu stören und die Verbindung zwischen den Menschen zu unterbrechen, die Telefonate abzuhören und die Menschen aufzuspüren und zu verhaften. Viele Studenten und junge Menschen sind dadurch in den Gefängnissen gelandet, gefoltert und brutal hingerichtet worden.

Die Menschen im Iran kämpfen gegen eine der brutalsten Regierungen der Zeit und bezahlen das mit ihrem Blut und Leben. Sie werden tagtäglich verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Schicksale wie Nedas (sie wurde auf der Strasse vor laufender Kamera erschossen) und Sohrabs (er wurde im Gefängnis gefoltert und ermordet) und Taranehs (sie wurde durch das Regime entführt, vergewaltigt und verbrannt), sind leider nicht nur Einzelfälle. Sie haben aber nicht aufgegeben und schaffen es, immer wieder auf die Strassen zu kommen und ihre Stimme gegen das ganze Regime zu erheben.

Die Kämpfe der Menschen im Iran für Freiheit und Menschlichkeit wurden auf der Welt durch tausende Menschen unterstützt und mit Solidarität bedacht. Die Menschen im Iran brauchen aber mehr Unterstützung, damit sie trotz der Repressalien des barbarischen islamischen Regimes nicht aufgeben, und ihre Kämpfe fortsetzen können. Wir in Deutschland können vieles tun, unter anderem die Bundesrepublik Deutschland dazu zwingen, jegliche diplomatischen Verhandlungen mit dem Islamischen Republik Iran einzustellen und allen deutschen Firmen zu verbieten, Verhandlungen gegen die Freiheitsbewegungen der Menschen im Iran abzuschließen. Eine komplette Wirtschaftssanktion gegen Iran wäre ein fataler Fehler, weil die islamische Regierung diese zum Vorwand nimmt, um die Menschen im Iran mehr in Elend und Armut zu treiben und der Freiheitsbewegung der Menschen zu schaden und aufzuhalten.

Verurteilt die Zusammenarbeit der deutschen Firmen mit der Islamischen Republik gegen die Freiheitskämpfe der Menschen im Iran!

Wir rufen alle Freiheitsliebenden Menschen auf, sich den Bundesweiten Aktionstag Iran am 12. August anzuschließen und dadurch die Freiheitsbewegung der Menschen im Iran zu stärken. Die Menschen im Iran sind entschlossen, das islamische Regime zu stürzen. Dieser Tag ist nicht fern.

Es lebe Freiheit, Es lebe Gleichheit
Nieder mit der islamischen Republik

Unterstützungskomitee Iranischer Widerstand


1 Antwort auf “Solidarität muss praktisch werden…”


  1. 1 Emre 08. August 2009 um 14:52 Uhr

    …Farbe und Eier den Kollaborateuren!

    Marg bar dictator!

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